Gegenwind Havixbeck

Willkommen auf unserer Website!

Gegenwind Havixbeck ist eine Bürgerinitiative, welche mit dem Ziel gegründet wurde, den Bau von Windkraftanlagen in nur 300m Entfernung von Wohnhäusern zu stoppen.
GRÜNDER sind besorgte Bürger, die durch Zufall erfuhren, dass in ihrer unmittelbaren Umgebung der Bau großer Windräder geplant wurde.
ZIEL soll es sein, den Mindestabstand auf 1000-1500m festzulegen. Darüber hinaus sollen unsere Mitbürger darüber informiert werden, dass eine Debatte im Gange ist und was von unseren Lokalpolitikern zu diesem Thema beschlossen wird.
Grundsätzlich sind wir für alternative Energiegewinnung. Diese darf jedoch nicht die Umwelt belasten und die Lebensbedingungen unverhältnismäßig stark beeinträchtigen. Eine WKA in der geplanten Größenordnung ist deshalb für diesen Standort absolut unverantwortlich und ungeeignet.

 
Für weitere Informationen oder Anregungen schicken Sie eine Mail an info(at)gegenwind-havixbeck.de.
 

 

Darum sehen WIR die Windkraftanlagen kritsch:

Anwohner und Bewohner in Natrup sind geschlossen gegen diese massive Bebauung und die unlimitierte Bauhöhe der Windkraftanlagen:
Alle Anwohner und Bewohner des geplanten Windvorranggebietes Natrup (ca. 128 Bürger und 35 Familien) haben sich mehrheitlich gegen diese Bebauungspläne ausgesprochen. Besonders groß ist der Unmut gegen die unlimitierte Höhe der geplanten Windkraftanlagen in Natrup.
Wir sind nicht prinzipiell gegen Windkraftanlagen – aber eine solch massive bürger- und anwohnerfeindliche Bebauung kann so nicht akzeptiert werden.


Stift Tilbeck:

Zu der Informationsveranstaltung der Gemeinde Havixbeck ist kein Vertreter des Stift Tilbeck eingeladen worden. Wir Natruper Bürger und Anwohner hegen und pflegen seit Jahrzehnten ein intensives und gutes Nachbarschaftsverhältnis mit den Bewohnern und der Einrichtung Stift Tilbeck. Uns wurde bekannt, dass sich auch das Stift Tilbeck gegen diese massive Bebauung und die knappen Abstandreglungen zu Anwohnern und Einrichtungen des Stift Tilbeck ausgesprochen hat.
Wir empfehlen der FDP aktiv das Gespräch mit der Geschäftsführung des Stift Tilbeck zu suchen, auch um eine rechtliche Auseinandersetzung mit dem Stift Tilbeck zu vermeiden.


Natrup – kein Bürgerwindpark, keine Bürgerbeteiligung:

Wir möchten noch mal betonen, dass es sich bei dem Bauvorhaben Windkraftanlagen Natrup um keinen Bürgerwindpark handelt oder den Anwohnern eine echte Bürgerbeteiligung angeboten wurde.
Es ist und bleibt ein Bauvorhaben eines Großinvestors, welcher mit drei Grundeigentümern Pachtverträge abgeschlossen hat.
Den nächsten Anwohnern wurde von dem Investor ein „Sparbuch angeboten“, welches bei einem Maximalbetrag von 5.000 Euro für maximal 6 Jahre 3 % Zinsertrag verspricht. Dies ergäbe für den Zeitraum von 6 Jahren einen Ertrag von 150 Euro p.a. oder 12,50 Euro pro Monat.
Alle Anwohner und Bewohner haben dieses Angebot abgelehnt.

Wir möchten deutlich machen, dass es den Anwohnern und Bewohnern von Natrup nicht um Geld oder Entschädigungen geht, sondern um die Wahrung unserer berechtigten Interessen und fordern Schutz der Anwohner vor den massiven Emissionen der Windkraftanlagen wie Lärm, Schattenschlag, Infraschall etc.

Ertrag vor Gesundheit: Abstand, Infraschall, Lärm ..

Bei der jetzigen Planung des Investors wurden die Flächen in Natrup bis auf das maximal rechtlich zulässige ausgereizt und keinerlei Rücksicht auf die speziellen örtlichen Gegebenheiten oder Anwohner genommen. Die Abstandsregelungen sind bis an die maximal zulässigen Schallemissionsgrenzen kalkuliert worden. Die gesetzlichen Vorgaben bei der jetzigen Planung können sogar nur dann eingehalten werden, wenn die Windkraftanlagen bei Nacht im reduzierten Betrieb laufen - damit die maximal zulässigen Werte überhaupt eingehalten werden können. Überhaupt nicht berücksichtigt wurden die gesundheitlichen Belastungen durch Infraschall und die bedrohende Wirkung der Windkraftanlagen.
Ein zu geringer Abstand zu Windkraftanlagen kann bei den Anwohnern zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Die rhythmisch pulsierenden Signale können die für Infraschall extrem empfindlichen Sinneszellen im Innenohr und im Gleichgewichtsorgan beeinflussen. Die ausgelösten elektrischen Signale pflanzen sich im Gehirn fort, auch wenn der Anwohner kein Geräusch (Infraschall) bewusst wahrnimmt. Diese Mechanismen können dann zu Schlafstörungen und gesundheitlichen Erkrankungen führen. Die jetzigen gesetzlichen Vorgaben für die Genehmigungsverfahren von Windkraftanlagen berücksichtigen den Infraschall überhaupt nicht.


Windkraft und die Gewerbesteuereinahmen:

Sprudeln die Steuereinnahmen in Havixbeck ?
Es ist schon verwunderlich, dass in sämtlichen Präsentationen des Investors alle Daten, Fakten und Prognosen sehr genau berechnet werden können und bei Aussagen und Prognosen zu vermeintlichen Gewerbesteuereinahmen der Gemeinde Havixbeck keinerlei Angaben gemacht werden können. Es ist anzunehmen, dass aufgrund der üblichen Abschreibungspraxis überhaupt keine Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde zu erwarten sind.
Durch den Bau der Windkraftanlagen ist auch kein weiterer positiver Effekt für die Gemeinde wie z.B. Ansiedlung von Arbeitsplätzen oder Synergien mit anderen Wirtschaftsbetrieben oder der heimischen Wirtschaft zu erwarten.
Fakt ist aber auch, dass mindestens zwei Gewebeunternehmen aus dem Gewerbegebiet Lütke Feld, wegen der geplanten Windkraftanlagen in Natrup und den mangelnden Erweiterungsmöglichkeiten des Gewerbegebietes Lütke Feld in Richtung Natrup, ernsthaft über eine Abwanderung aus Havixbeck nachdenken bzw. schon in anderen Gemeinden nach geeigneten Gewerbeflächen suchen. Es ist zu erwarten, dass jährliche Gewerbesteuereinnahmen im hohen 6 stelligen Bereich wegfallen werden.


Ökologische Auswirkung - Havixbeck CO 2 neutrale Kommune:

Die Bewohner und Anwohner von Natrup sind nicht generell gegen die Nutzung der Windenergie und regenerativer Energien. Wenn derartige Windkraftanlagen aber gegen den Bürgerwillen und ohne besondere Rücksicht auf die Anwohner durchgesetzt werden, wird die Akzeptanz der Windkraftanlagen weiter deutlich abnehmen. Es sollte aber auch das Thema gesamtheitlich betrachtet werden. Nicht eine KWh Strom, die von den Windkraftanlagen in Natrup produziert wird, ist in Havixbeck nutzbar oder wird Havixbecker mit Energie versorgen.

Solange die benötigten Nord-Süd Stromtrassen nicht realisiert sind, wird durch jedes neu aufgestellte Windrad die Netzsicherheit weiter gefährdet sein. Die hieraus entstehenden Milliardenzahlungen für nicht eingespeisten beziehungsweise exportierten Strom steigen von Jahr zu Jahr weiter an. Profiteure dieser Politik sind die Investoren und Landeigentümer, die wir Bürger mit unseren hohen Stromrechnungen bedienen.



Erholungsort Havixbeck – Bauleitplanung:

Auch unter dem Aspekt und der Bemühung der Gemeinde Havixbeck ein „Erholungsort“ zu werden, sollte das Thema Windkraftanlagen in Havixbeck noch einmal neu betrachtet und die aktuellen Planungen überdacht werden. In diesem Zusammenhang wird es wichtig sein, eine massive Bebauung und uneingeschränkt hohe Windkraftanlagen mit den Vergaberichtlinien für einen Erholungsort mit der Bezirksregierung abzustimmen. Wenn dieser Prozess noch etwas Zeit in Anspruch nimmt, dann sollten wir uns diese Zeit nehmen.

Die Bauanträge für die drei geplanten Windkraftanlagen mit 175 m, 185 m und 200 m Höhe liegen bereits zur Genehmigung beim Kreis Coesfeld.
Es wird nur noch formal auf die Zustimmung des Gemeinderates gewartet und dann unwiderruflich Baurecht geschaffen
Man mag zu den Windkraftanlagen stehen wie man will, aber es ist sicher unumstritten, dass diese raumbedeutenden Bauwerke und Industrieanlagen nachhaltig den Gesamteindruck von Havixbeck und damit das Orts- und Landschaftsbild sowie den schützenswerten Höhenzug der Baumberge zerstören werden.

 

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Letzte Änderung am Freitag, 2. März 2018.